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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Mittwoch, 05.05.2021

Versicherter Wegeunfall bei Schock nach Kollision mit Hund

Das Sozialgericht Dresden entschied, dass ein Arbeitsunfall als sog. Wegeunfall vorliegt, wenn ein versicherter Arbeitnehmer auf dem unmittelbaren Heimweg von seiner Arbeitsstätte mit einem Hund kollidiert, der unvermittelt auf die Fahrbahn springt und der Arbeitnehmer dabei einen Schock erleidet (Az. S 5 U 232/20).

Im Streitfall war der Kläger nach der Kollision mit dem Hund von den Freunden des Hundehalters massiv bedrängt und angegriffen worden. Außerdem wurde sein Auto beschädigt. Die Angriffe setzen sich fort, nachdem der Kläger den Arbeitsweg verlassen und bei einer nahegelegenen Tankstelle Schutz gesucht hatte. Seitdem leidet der Kläger an Ängsten und anderen psychischen Störungen, die auf den Unfall und die spätere Bedrohung zurückzuführen seien.

Das Sozialgericht Dresden war im Gegensatz zur beklagten Berufsgenossenschaft der Auffassung, dass der unfallversicherungsrechtliche Schutz durch das Verlassen des unmittelbaren Weges und das Aufsuchen der Tankstelle nicht entfallen sei. Auch diese eingeschobene Verrichtung habe in einem inneren Zusammenhang mit dem nach § 8 Abs. 2 Nr. 1 SGB VII versicherten Heimweg gestanden. Der Kläger sei zu diesem Zeitpunkt weiterhin bedroht worden; er habe Schutz gesucht und die Polizei verständigen wollen, um den Heimweg überhaupt fortsetzen zu können.

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